Dorfrundgang

Blick ins Dorf Stäbelow – Geschichts und Themenweg

Direkt gegenüber der Fleischerei Magdeburg befindet sich ein Denkmal. Es enthält die Aufzählung der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten (25) aus Stäbelow / Wilsen und Fahrenholz.

Ein Blick nach rechts und man kann die kleine gotische Backstein- Kirche mit Feldstein- Ringmauer sehen. Sie hat eine bewegte Geschichte. 1874 fand man in einem Wandloch eine hölzerne Reliquiendose mit einem Siegel des Bischofs Conrad Loste von Schwerin (1482 -1503).

Auf der gegenüber liegenden Straßenseite steht das ältesten Haus Stäbelows. Auf dem Grundstück befindet sich ein Stein. Das älteste Haus wurde um 1800 errichtet. 1977 wurde der Lehmkaten, der auch zum Hof Pingel gehörte, in das Freilichtmuseum Klockenhagen umgesetzt. Dort kann er heute immer noch besichtigt werden und man erhält Einblicke in das Leben auf dem Land zum Anfang des 19 Jahrhunderts.

Katen Stäbelow
1800 als Wohnhaus für zwei Familien in Stäbelow (Lkr. Rostock) erbaut, bis 1976 bewohnt, 1977 ins Museum versetzt. Doppelhaus mit zwei Eingängen an den Stirnseiten (Tweipott), heute auch von beiden Seiten zugänglich. Innen jeweils 6 Räume (Küche, Stube, Kammern und Ställe) für eine Familie. Stube mit Tisch und Webstuhl für die Heimarbeit.

Bei der Bushaltestelle – übrigens: Die Buslinie zwischen Satow über Stäbelow nach Rostock wurde 1920 für Post- und Personenbeförderung eingerichtet. – überqueren wir wieder die Straße und befinden uns auf der alten Dorfstraße. Diese sowie die sich auf der linken Seite befindende Friedenseiche stehen unter Denkmalschutz. Der Dorfstraße folgen wir in Richtung Süd- West.  Auf der linken Seite befindet sich der Dorfplatz. Hier werden die Feierlichkeiten wie das Sommerfest oder ähnliche gefeiert.

Vorbei am Dorfteich biegen wir an der nächsten Kreuzung Richtung Süd- Ost in den Schulweg ein.

Noch ein Stück weiter die Straße runter befinden wir uns an der alten Schule. Hier gab es noch bis 1987 Unterstufenunterricht. Seit 1999 befindet sich hier das Stäbelower Gemeindezentrum mit der 2012 entstandenen Heimatstube. Wenn die Heimatstube geöffnet ist, kann man mit einem Blick auf die dort ausgehängte Chronik sehen.

Vor dem Gemeindehaus stehend, dreht man sich nach rechts, in südliche Richtung, ist ein Insektenhotel nebst Vogelfutterstelle zu sehen. Auch noch vorhanden ist eine Gußeiserne Handwasserpumpe.

Nun, den Schulweg in westlicher Richtung am Dorfteich vorbeigehen, so kommen wir wieder an die Alte Dorfstraße. Links, in westlicher Richtung halten, kommt man nach ca. 150 m zum Standort des alten Mecklenburg – Schweriner Meilensteins´ (19 Jh.)

Danach, die 150 m zurück, links die alte Dorfstraße überqueren. An dieser Stelle werden 2022 zwei Geschichtstafeln stehen, eine berichtet über das Torfabstechen in Stäbelow, die andere Tafel über das Gefecht bei Retschow 1813.

Danke für die Aufmerksamkeit, hier endet der kleine Dorfrundgang. Wer noch die nähere Natur, wie den Fahrenholzer Wald oder den Fluß Waidbach genießen will, der wandere in südwestlicher- Richtung weiter. Der Waidbach ist ein kleiner Bach im mittleren Mecklenburg südwestlich von Rostock.

Geographie: Die Quelle liegt etwa in der Mitte der Straße von Wilsen (Gemeinde Stäbelow) nach Konow (Gemeinde Satow). Von hier aus schlägt der Waidbach eine südliche Richtung ein. Dabei fließt er durch ein Wiesental westlich an Stäbelow und dem Landschaftsschutzgebiet Fahrenholzer Wald vorbei.

Nach ungefähr acht Kilometern wird der Waidbach von der Bundesautobahn 20 mit einer Talbrücke überquert. Nach weiteren vier Kilometern mündet er südöstlich von Matersen in die Beke, einem Nebenfluss der Warnow.

Naturschutz: Der Waidbach gehört zum Landschaftsschutzgebiet Fahrenholzer Wald. In seinem Einzugsgebiet gibt es eine hohe Population von Frosch- und Schwanzlurchen. Weiterhin sind hier viele vom Aussterben und stark gefährdete Pflanzenarten sowie ein wertvoller Insektenbestand beheimatet.

L 101 Waidbach und Fahren Holzer Holz Rostock 1.500 Hektar